GlockenschmiedeHaßlberg 6 Die 350 Jahre alte Glockenschmiede besitzt größten Seltenheitswert, da sie am ursprünglichen Ort erhalten geblieben ist. Sie ist eine der letzten von etwa 40 Hammerschmieden, die es aufgrund von Eisenvorkommen und dem Vorhandensein der Wasserkraft in den umliegenden Tälern gab. In einer der ältesten Urkunden wird das Glockenschmiederecht erteilt, das die Herstellung aller Arten und Größen von Glocken und Schellen für Kühe, Ziegen und Schafe erlaubt. Später, mit Erteilung des Waffen- und Hufschmiederechtes wurden neben Glocken auch Waffen, aber vor allem Werkzeuge, wie Schaufeln, Strohmesser oder Sensen und Holzbearbeitungsgeräte, z.B. Äxte, Sapis und Rindenschäler hergestellt. Diese Werkzeuge wurden in alle Teile Deutschlands und ins Ausland geliefert. In der Blütezeit arbeiteten bis zu 11 Personen in der Schmiede. Das Gebäudeensemble steht unter Denkmalschutz. Neben dem Werkstattgebäude gehören dazu die Schleiferei mit Gesellenwohnung im ersten Stock, das Wohnhaus, ein Blockhausbau von 1751, der Pferde- und Kuhstall und die Holzhütte. In der Schmiede selbst betreiben zwei Wasserräder, die durch ein Hochgerinne vom Thoraubach gespeist werden, drei schwere Schwanzhämmer und den alten Blasebalg. Etwa 120 handgeschmiedete Feuerzangen, viele Setz- und Formhämmer und andere Schmiedehilfswerkzeuge, drei Essen und diverse Ambosse gehören zu den Arbeitsplätzen der Schmiede. Im vorderen Anbau und auf dem Hammerboden zeigt eine Ausstellung die Arbeitswelt und Geschichte der Schmiede, ebenso wie eine Vielzahl der früher hier hergestellten Produkte. Ein alter Film aus dem Jahre 1955, in dem der letzte Auftrag zur Herstellung von Kuhglocken dokumentiert wurde, läßt den Besucher die harte Arbeitswelt der Schmiede miterleben. Der letzte Hammerschmiedemeister, Fritz Grübl, starb im Jahre 1960. Heute ist die Schmiede im Besitz seiner Tochter, Tyrena Ullrich, die sich mit großem Einsatz um die Erhaltung des technikgeschichtlichen Denkmals bemüht.
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HolzknechtmuseumLaubau 12 Für den Betrieb der Saline Traunstein (1619-1912) wurde in den Wäldern um Ruhpolding das Brennholz geschlagen. Bauernsöhne und Knechte arbeiteten zunächst im Nebenerwerb, hieraus entwickelte sich der Berufsstand der Holzknechte, der für die männliche Bevölkerung im Miesenbacher Tal eine gute Möglichkeit bot, sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Die Holzknechte mit ihren Lebens- und Arbeitsbedingungen sind in den neu errichteten Gebäuden im Stil der kurfürstlich-bayerischen Salinenverwaltungsgebäude dokumentiert. Auf vier Geschossen erfährt der Besucher Wissenswertes zur Forstwirtschaft der vergangenen Jahrhunderte, die in engem Zusammenhang mit der Salzgewinnung stand. Er sieht Werkzeuge und Hilfsmittel zur Fällung und Aufarbeitung des Holzes und erhält so Einblicke in die Arbeitsmethoden der Waldarbeit. Der Holzbringung, also dem Transport der Holzes, ist ein großer Teil der ersten Obergeschosses gewidmet. Lebensgroße Inszenierungen sowie Bild- und Tondokumente verdeutlichen die schwere und gefährliche Arbeit. In einem weitläufigen Freigelände sind transferierte Holzknechtunterkünfte aus den umliegenden Bergwäldern zu besichtigen. Man sieht einen Rindenkobel, den einfachsten Unterschlupf, aber auch komfortablere, mehrräumige, sogar mehrstöckige Bauten, die einen längeren Aufenthalt zuließen. Sie zeigen eindringlich die Wohnsituation der Holzknechte während ihrer Arbeit im Wald weitab von ihren Häusern und Familien.
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Museum für bäuerliche und sakrale KunstRoman-Friesinger-Str. 1 Sehenswerte bäuerliche Sammlung mit 40 Kästen und Truhen in drei großen Räumen. 193 Hinterglasbilder, große religiöse Volkskunstsammlung von bäuerlichem Schmuck und Hausrat. Größte Sammlung von Paramenten und Brokatstoffen Europas. Kostbare Reliquien, Kronen etc..
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Schnauferlstall
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