Ruhpolding

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Bartholomäus-Schmucker-Heimatmuseum

Herzogliches Jagdschloß
Schloßstr. 2

In den Räumen des ehemaligen herzoglichen Jagdschlosses ist das Heimatmuseum untergebracht, das auf der Sammlung des früheren Bürgermeisters Bartholomäus Schmucker gründet.

Das Museum zeigt auf zwei Etagen Exponate aus vielen Lebensbereichen der Bevölkerung eines bayerischen Gebirgsdorfes.

Die ausgestellten Stücke reichen von Bauernmöbeln des 17. bis 19. Jahrhunderts über Trachten und Schmuck, Glas und Porzellan sowie Gebrauchsgeschirr bis hin zu besonderen Dingen aus dem Umfeld der Volksreligiosität und des Handwerks.

Außerdem bietet das Museum eine Sammlung von Uhren und eine Spezialsammlung von Steinen und Versteinerungen aus den Bergen um Ruhpolding.

Neben einer reichhaltigen Jagd-, Waffen- und Uniformsammlung ist als Attraktion der letzte in Bayern geschossene Bär zu sehen. Er wurde 1835 an der Schwarzache bei Ruhpolding erlegt.

Öffnungszeiten:

Mittwoch bis Samstag 14.00-17.00 Uhr.
Gruppen auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten nach Anmeldung

Information:

Tel.: 08663/41230 und 08663/1722

Glockenschmiede

Haßlberg 6

Die 350 Jahre alte Glockenschmiede besitzt größten Seltenheitswert, da sie am ursprünglichen Ort erhalten geblieben ist. Sie ist eine der letzten von etwa 40 Hammerschmieden, die es aufgrund von Eisenvorkommen und dem Vorhandensein der Wasserkraft in den umliegenden Tälern gab. In einer der ältesten Urkunden wird das Glockenschmiederecht erteilt, das die Herstellung aller Arten und Größen von Glocken und Schellen für Kühe, Ziegen und Schafe erlaubt. Später, mit Erteilung des Waffen- und Hufschmiederechtes wurden neben Glocken auch Waffen, aber vor allem Werkzeuge, wie Schaufeln, Strohmesser oder Sensen und Holzbearbeitungsgeräte, z.B. Äxte, Sapis und Rindenschäler hergestellt. Diese Werkzeuge wurden in alle Teile Deutschlands und ins Ausland geliefert. In der Blütezeit arbeiteten bis zu 11 Personen in der Schmiede.

Das Gebäudeensemble steht unter Denkmalschutz. Neben dem Werkstattgebäude gehören dazu die Schleiferei mit Gesellenwohnung im ersten Stock, das Wohnhaus, ein Blockhausbau von 1751, der Pferde- und Kuhstall und die Holzhütte. In der Schmiede selbst betreiben zwei Wasserräder, die durch ein Hochgerinne vom Thoraubach gespeist werden, drei schwere Schwanzhämmer und den alten Blasebalg. Etwa 120 handgeschmiedete Feuerzangen, viele Setz- und Formhämmer und andere Schmiedehilfswerkzeuge, drei Essen und diverse Ambosse gehören zu den Arbeitsplätzen der Schmiede. Im vorderen Anbau und auf dem Hammerboden zeigt eine Ausstellung die Arbeitswelt und Geschichte der Schmiede, ebenso wie eine Vielzahl der früher hier hergestellten Produkte.

Ein alter Film aus dem Jahre 1955, in dem der letzte Auftrag zur Herstellung von Kuhglocken dokumentiert wurde, läßt den Besucher die harte Arbeitswelt der Schmiede miterleben. Der letzte Hammerschmiedemeister, Fritz Grübl, starb im Jahre 1960. Heute ist die Schmiede im Besitz seiner Tochter, Tyrena Ullrich, die sich mit großem Einsatz um die Erhaltung des technikgeschichtlichen Denkmals bemüht.

Öffnungszeiten:

Mitte Mai bis Mitte Oktober: Montag bis Freitag 10.00-12.00, 14.00-16.00 Uhr.
Juli bis Mitte September täglich 10.00-16.00 Uhr.
Gruppen nach Vereinbarung

Information:

Tyrena Ullrich
Haßlberg 6
83324 Ruhpolding
Tel.: 08663/2309.

Kurverwaltung,
Tel.: 08663/1268

Holzknechtmuseum

Laubau 12

Für den Betrieb der Saline Traunstein (1619-1912) wurde in den Wäldern um Ruhpolding das Brennholz geschlagen. Bauernsöhne und Knechte arbeiteten zunächst im Nebenerwerb, hieraus entwickelte sich der Berufsstand der Holzknechte, der für die männliche Bevölkerung im Miesenbacher Tal eine gute Möglichkeit bot, sich den Lebensunterhalt zu verdienen.

Die Holzknechte mit ihren Lebens- und Arbeitsbedingungen sind in den neu errichteten Gebäuden im Stil der kurfürstlich-bayerischen Salinenverwaltungsgebäude dokumentiert. Auf vier Geschossen erfährt der Besucher Wissenswertes zur Forstwirtschaft der vergangenen Jahrhunderte, die in engem Zusammenhang mit der Salzgewinnung stand. Er sieht Werkzeuge und Hilfsmittel zur Fällung und Aufarbeitung des Holzes und erhält so Einblicke in die Arbeitsmethoden der Waldarbeit.

Der Holzbringung, also dem Transport der Holzes, ist ein großer Teil der ersten Obergeschosses gewidmet. Lebensgroße Inszenierungen sowie Bild- und Tondokumente verdeutlichen die schwere und gefährliche Arbeit.

In einem weitläufigen Freigelände sind transferierte Holzknechtunterkünfte aus den umliegenden Bergwäldern zu besichtigen. Man sieht einen Rindenkobel, den einfachsten Unterschlupf, aber auch komfortablere, mehrräumige, sogar mehrstöckige Bauten, die einen längeren Aufenthalt zuließen. Sie zeigen eindringlich die Wohnsituation der Holzknechte während ihrer Arbeit im Wald weitab von ihren Häusern und Familien.

Öffnungszeiten:

13.00-17.00 Uhr, außer montags
Gruppen nach Vereinbarung.

In den Monaten November mit Januar geänderte Öffnungszeiten

Information:

Museum
Tel.: 08663/639
Fax: 08663/800829
Kurverwaltung
Zellerstr. 10
83324 Ruhpolding
Tel.: 08663/1268

Museum für bäuerliche und sakrale Kunst

Roman-Friesinger-Str. 1

Sehenswerte bäuerliche Sammlung mit 40 Kästen und Truhen in drei großen Räumen. 193 Hinterglasbilder, große religiöse Volkskunstsammlung von bäuerlichem Schmuck und Hausrat. Größte Sammlung von Paramenten und Brokatstoffen Europas. Kostbare Reliquien, Kronen etc..

Öffnungszeiten:

Montag geschlossen,
Dienstag bis Sonntag 9.30-12.00 Uhr,
Dienstag bis Samstag 14.00-16.00 Uhr,
vom 25. Oktober bis 25. Dezember geschlossen

Information:

Peter Kaltenbacher
Dorfstr. 22
84184 Zweikirchen
Tel: 08705/1699

oder

Konrad Kaltenbacher
Tel: 08705/731

Schnauferlstall

Bacherwinkl 5

Privatsammlung von Georg Hollweger: Der Besucher sieht ca. 70 vorwiegend deutsche Maschinen und 40 Einzelmotoren der Baujahre 1924 bis 1960. Darunter befinden sich auch Beiwagengespanne sowie ein Mercedes 170 mit Holzvergaser und eine Aero CSSR Baujahr 1929.

Öffnungszeiten:

Täglich außer Montag 13.00-18.00 Uhr

Information:

Georg Hollweger
Bacherwinkl 5
83324 Ruhpolding
Tel.: 08663/9948

© copyright by chiemgau.com GmbH Bearbeitet am 03.01.1999